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2003 New York

Dezember2003 Weihnachtsshopping

Am 27. Dezember 2003 bekommt Daniel seine eigene Kolumne in der Zeitschift "die aktuelle". Sein erstes Thema in der 01/2004 ist "New York zu Weihnachten".
Er beschreibt seine Erlebnisse und Empfindungen während seiner Weihnachtsshopping-Tour in New York. Daniel ist begeistert von der Freundlichkeit der Amerikaner, auch Fremden gegenüber.

Manhattan.
Draußen quirlt der Verkehr, hupen unaufhörlich Taxis. Häuser, so hoch, dass ich den Himmel kaum sehen kann. Ich frühstücke Bagels mit Cream Cheese. Die Kellner lachen, wenn ich Cream mit meinem rollenden r ausspreche. Überhaupt, das Lachen hier. Kaum verlasse ich mein Zimmer, lächelt irgendwer: "How are you today?"- "Wie gehts Dir heute?" Ob er mich kennt oder nicht. Erst kam mir das oberflächlich vor. Aber das Lächeln ist kick. Positive Energie fließt. Wir sollten das auch so machen. Lächeln. Morgens im Bus. Bei der Arbeit. Im Supermarkt. Nicht so viel klagen. Nicht so viel Angst haben, daß dann irgendwer zu nahe kommt.
Manhattan ist wie frische Cola. Es sprudelt, pulst, macht dich wach. Es schmeckt künstlich und süß zugleich. Aber du kannst nicht allein davon leben. Ich habe gestaunt wie ein Kind. Lichter über Lichter.
Märchenhaftes Weihnachtsgeflimmer überall. Aber ich war froh, in der Heiligen Nacht wieder meinen bayrischen Himmel zu sehen. Heimat ist Muttermilch. Auch ein Lächeln kann Heimat sein.
Von der Hotelbar dringt Musik in mein Zimmer. Das alte Jahr hat noch 72 Stunden. Ein Jahr wie ein Hollywoodfilm. Wie oft habe ich gedacht: Nichts ist je schöner gewesen und wird je schöner sein. Ich hätte das Gefühl festhalten mögen. Wie oft aber auch stand ich da, erstarrt, weil es so schrecklich war. Da war Angst. Da waren Wut und Verzweiflung. Da kamen mir Haß und Neid entgegen. Ungefiltert und unreflektiert. Doch wieder wurde ich weitergetragen. Von Zustimmung. Von Liebe. Von tiefen Begegnungen oder von meiner eigenen Energie. Ein Pfarrer fragte mich: Was ändert sich, wenn ein Mensch aus dem Schatten tritt? Ich sagte: Ein Star bleibt der Mensch, der er war. Was immer er auch der Welt vorspielt. Ich lebe das Auf und Ab, das ich kenne. Ich spüre den Haß und die Liebe- wie Pole, die ohne einander nicht sein können.
Bis nächste Woche.
Euer Daniel

Zitat: "Wir sollten das auch so machen. Lächeln. Morgens im Bus. Bei der Arbeit. Im Supermarkt. Nicht so viel klagen. Nicht so viel Angst haben, dass dann irgendwer zu nahe kommt."